Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür – es wird Zeit für warme Gewürze! Piment, Nelken, Wacholder & Co. sind die perfekten Begleiter für den winterlichen Küchenzauber. So verfeinern Sie nicht nur Ihre Lieblingsgerichte, sondern bringen neue Inspiration an Ihren Herd!

Wie koche ich mit Piment?

Piment Jamaikapfeffer ganz

Piment kann in der Küche getrocknet oder gemahlen verwendet werden. Er passt zu allerlei Deftigem wie zu rotem Fleisch, Leberknödeln und Sauerkraut. Doch nicht nur in der guten alten Hausmannskost ist Piment ein gern gesehenes Gewürz – auch zu herbstlichen Gerichten wie Kürbissuppe und Lebkuchen eignet sich Jamaikapfeffer hervorragend. Zudem harmoniert es gut mit anderen warmen Gewürzen: Zimt, Nelken, Ingwer und Muskatnuss sind die geschmacklichen „Zwillinge“ des Piment Pfeffers.

Piment wird hauptsächlich in Jamaika angepflanzt und wird deswegen auch Jamaikapfeffer genannt. Gute Qualität erkennt man daran, dass die Beere im Inneren klappert. Das heißt, sie ist gut durchgetrocknet und damit fertig für den Gaumenschmaus. Geruch und Geschmack von Piment erinnern an eine Kombination aus Zimt, Muskatnuss, Nelken und Pfeffer. Er schmeckt warm-würzig, ist dabei aber nicht so scharf wie Pfeffer.

Würz-Tipp für ganze Gewürze wie Piment, Nelken und Wacholder:

Da ganze Gewürze ihr Aroma länger halten als gemahlene Gewürze, entwickeln sie ihr volles Aroma am besten, wenn sie erst kurz vor ihrer Verwendung im Mörser zerstoßen werden.
Zerkleinern Sie ganze Gewürze wie Piment möglichst erst kurz vor dem Gebrauch mit dem Gewürz-Mörser beziehungsweise einer Gewürzmühle.
Sowohl Mörser als auch unsere lustigen Gewürzmühlen-Männchen sind außerdem ein schöner Blickfang in Ihrer Küche.

Wie kann ich Nelken in der Küche verwenden?

ganze Nelken

Nelken können ganz oder gemahlen in der Küche genutzt werden. Ihr außergewöhnlich hoher Anteil an ätherischen Ölen verleiht dem unscheinbaren Gewürz einen sehr intensiven, süßlichen bis pfeffrigen Geschmack. Mit ihrem warm-würzigen Aroma verfeinern Nelken vor allem süße Speisen wie Lebkuchen und Weihnachtsgebäck. In der herzhaften Küche sind die kleinen nagelförmigen Gewürznelken unverzichtbar für Wild, Geflügel, Rotkohl, Eintöpfe und Marinaden aller Art.

Auch Nelken gehören ganz klar zu den wärmenden Gewürzen der kalten Jahreszeit. Ganze Nelken verlieren ihre ätherischen Öle nicht so schnell wie gemahlene, weshalb sie Ihren Gerichten eine besonders intensive Note verleihen. Unsere handverlesenen Nelken kommen aus Madagaskar, dem renommiertesten Anbaugebiet für das warme Gewürz.

Tipp: Beim Kochen die Gewürznelken in eine ganze Zwiebel oder Schalotte stecken. So finden Sie die Nelke schnell wieder und können Sie ganz leicht aus dem Gericht entfernen.

Vielfältige Verwendung für Nelken

Dass Nelken beliebte Gewürze sind, zeigt sich auch in der Verwendung in zahlreichen Gewürzmischungen. Nelken sind beispielsweise Bestandteil des indischen „Garam Masala“ oder des französischen „Quatre Épices“.

Auch in Kombination mit Pfirsichen haben sich Nelken bewährt – auf den ersten Blick eine ziemlich ausgefallene Kombination. Im Süden der USA haben die „Pickled Peaches“ – also eingelegte Pfirsiche – eine lange Tradition. Vor dem Einlegen werden die Pfirsiche mit Gewürznelken gespickt. Den besonderen Geschmack der „Pickled Peaches“ entstammt also vornehmlich den Nelken.

Wacholder – so wird er in der Küche genutzt

Wacholderbeeren ganz

Die Beeren werden frisch, getrocknet, ganz oder gemahlen verwendet. Wacholder ist das klassische Gewürz zu Wildgerichten. Auch in anderen herzhaften Gerichten wie Lamm, Kaninchen und Ente findet Wacholder Verwendung. Aber auch Kohlgemüse und Obstsorten wie Rhabarber, Orange und Zitrone bekommen durch Wacholder ein besonderes Aroma. Damit ist die Beere – was man kaum erwartet – zu Sommergerichten ein hervorragender Begleiter. Wacholderbeeren wird übrigens nachgesagt, dass sie Erkältungen lindern.

Wacholderbeeren sind prall gefüllt mit süßlich-würzigem Aroma. Zweifelsohne ist es ein typisches Gewürz für den Herbst und den Winter. Der Duft von Wacholder erinnert an einen Waldspaziergang. Die Qualität der Wacholderbeere ist durch ihr Aussehen zu bestimmen: Die beste Qualität haben die Beeren, wenn sie saftig aussehen und über glänzende weiche, wenig runzlige Haut verfügen.

Wussten Sie schon? Wacholder ist der hauptsächliche Geschmacksgeber der beliebten Spirituose Gin. Damit ist Wacholder auch Bestandteil vieler Cocktails sowie des Longdrinks Gin Tonic.

Unsere liebsten Rezepte mit warmen Gewürzen