Draußen ist es kalt und ungemütlich, abends wird es früh dunkel. Da verschlägt es einen schnell ins Haus, vor den warmen Ofen. Was gibt es jetzt in der Adventszeit schöneres, als die winter-warmen Backrezepte vom letzten Jahr herauszuholen und aktiv zu werden?

Zimtsterne – mit der besonderen Note von Ceylon Canehl 

Wie wäre es beispielsweise mit würzigen Zimtsternen? Sie sind ein echter Klassiker unter den Weihnachtsgebäcken und so beliebt! Kein Wunder, denn unsere sternförmigen Lieblinge vereinen die typischen Weihnachtsleckereien Mandeln, Zimt Ceylon Canehl und Marzipan. 

Zimtsterne mit Zimt Ceylon Canehl

Portionen

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ca. 40 Stück

Zutaten

  • 100 g Rohmarzipan
  • 1 Eiweiß
  • 50 g Zucker
  • 150 g Puderzucker
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 100 g Haselnüsse, gemahlen
  • 1 Esslöffel Zimt, Ceylon Canehl
  • 1 Prise Salz Fleur de Sel

Zimtsterne Glasur

  • 1 Eiweiß
  • 180 g Puderzucker
  • 1 Teelöffel Zitronensaft

Zubereitung

Rohmarzipan auf einer Reibe grob reiben und mit 1 Eiweiß, 50 g Zucker, 150 g Puderzucker, 50 g gemahlenen Mandeln, 50 g gemahlenen Haselnüssen, 1 EL echten Zimt Ceylon Canehl und einer Prise Salz in einer Schüssel mit Knethaken zu einem festem Teig kneten.

Den Teig ½ cm dick auf dem Gemisch von 50 g gemahlenen Mandeln und 50 g gemahlenen Haselnüssen ausrollen.

Tipp: zwischen zwei Klarsichtfolien lässt er sich besser ausrollen.

Aus dem ausgerollten Teig Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Glasur zubereiten

Glasur aus 1 Eiweiß, 180 g Puderzucker, 1 TL Zitronensaft glattrühren. Die Glasur mit einem Pinsel auf die Sterne streichen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 180°C, Umluft 160 °C) ca. 10-12 Min backen.

Gewürzschnitten – saftige Leckerbissen für winterliche Freuden 

gewuerzschnitten

Eine schmackhafte Alternative zum traditionellen Christstollen bieten unsere saftigen Gewürzschnitten. Mit ihren zahlreichen Gewürzen haben die es ganz schön in sich! Da darf man beim Backen gerne mal kreativ sein, denn verschiedenste Gewürzkombinationen bringen ganz neue Geschmackserlebnisse.

Welche Wintergewürze passen gut zusammen? 

Zimt Ceylon Canehl & Kardamom

Diese Kombination bringt eine süß-aromatische Note in jede Adventsleckerei. Typisch für die indische Küche lässt sie sich zum Beispiel für einen trendigen Chai Latte verwenden.

Inwger & Kaffee

Hier werden das Feuer der Ingwerwurzel und die Milde der Kaffeebohne vereint. Im Yemen ist Ingwer heute eine bekannte Zutat für den sogenannten „qishr“, ein mit Kaffeehülsen gebrauter Tee.

Orange & Nelken

Die fruchtige Süße der Orange und der pfeffrig-würzige Geschmack der Nelken harmonieren im Winter perfekt miteinander. Drückt man ganze Nelken in eine Orange, wirken diese als aromatische Duftkugel. 

Gefüllte Gewürzschnitten mit Schwips

Zutaten (ca. 20 Stücke)

  • 3 TL Lebkuchengewürz selbst gemacht: 35 g Zimt Ceylon Canehl, 9 g Nelken, 2 g Piment, 2 g Koriander, 2 g Ingwer, 1 g Kardamom und 1 g Muskatnuss
  • 150 g Zartbitter-Schokolade
  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 100 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Glas (370 g) Roter Gelee (z.B. Brombeer oder Himbeer)
  • 200 g Puderzucker
  • 4–5 EL Rum
  • ca. 20 Mandelkerne zum Verzieren 

Zubereitung

Zuerst alle Gewürze für das Lebkuchengewürz ganz fein mörsern oder (falls vorhanden) mit einer elektrischen Kaffeemühle mahlen. Dann Schokolade grob hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. In eine Rührschüssel füllen und abkühlen lassen. Butter, Zucker, Eier und Lebkuchengewürz zur flüssigen Schokolade geben. Alles mit dem Handrührgerät cremig rühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und unter die Schokoladenmasse rühren.

Backblech mit Backpapier auslegen. Teig auf dem Backblech verteilen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175°C/Umluft: 150°C/Gas: Stufe 2) ca. 20 Minuten backen.

Nach dem Herausnehmen den Kuchen sofort quer halbieren. Auf dem Backblech auf einem Kuchengitter etwas ab-, aber nicht völlig auskühlen lassen. Dann vorsichtig vom Backblech lösen (ACHTUNG: der Kuchen ist sehr locker und weich!). Eine Kuchenhälfte auf ein großes Brett legen und mit Gelee bestreichen. Die zweite Kuchenhälfte darauf legen und leicht andrücken.

Für den Guss Puderzucker und Rum glatt rühren. Alternativ können Sie auch Schokoladen Kouvertüre nutzen. Den Kuchen damit bestreichen und kurz antrocknen lassen. Jetzt in ca. 5 x 7 cm große Stücke schneiden und jeweils mit einer Mandel verzieren. Trocknen lassen.

Tipp: Ganze Gewürze erst kurz vor Gebrauch zerkleinern, so halten sie ihr Aroma länger.

Gingerbread – seit Jahrhunderten beliebt

Gingerbread gilt als klassisches Gebäck in England. Die deutsche Übersetzung ist Lebkuchen, obwohl Gingerbread, anders als Lebkuchen, traditionell hauptsächlich mit Ingwer zubereitet wird. Im Jahre 992 soll die würzige Süßspeise von dem armenischen Mönch Gregory von Nicopolis nach Europa gebracht worden sein. Die bekannten Lebkuchenmänner sind erstmals in England aufgetaucht. Königin Elisabeth I soll diese an fremde Würdenträger verteilt haben. Die Tradition besteht bis heute. Um die Weihnachtszeit herum werden Lebkuchenmänner jährlich großzügig verschenkt. Aber in der eigenen Küche dürfen sie auch nicht fehlen.

Gingerbread wird in England in verschiedenen Variationen gebacken: in Form von süßem Brot, Kuchen oder kleinen Plätzchen. Besonders gerne gesehen sind Lebkuchenmänner. Um sie herzustellen wird der Teig zu niedlichen Figuren geformt, die anschließend mit Zuckerguss verziert werden.

Lebkuchenmann nach traditionell englischer Art

Zutaten 

  • 300 g Mehl
  • 1 TL Zimt Ceylon Canehl
  • etwas gemahlener Ingwer
  • Prise Muskatnuss und Nelken
  • Prise Salz
  • 180 g Butter
  • 120 g Zucker
  • 100 g Rübenkraut (Zuckerrübensirup)
  • 1 großes Ei
  • 1 TL Natron
  • Zuckerguss zum Verzieren

Zubereitung

Mehl, Gewürze und Natron in einer Schüssel vermischen. Butter, Zucker und Rübenkraut in einem Topf erhitzen, bis sich alles gelöst hat, etwas abkühlen lassen. In die Mehlmischung schütten, Ei dazugeben und alles gründlich mit den Knethaken vermischen. Teig noch warm zwischen Klarsichtfolie einen halben Zentimeter dick ausrollen auf Plätzchenbleche legen und mindestens zwei Stunden gut kühlen. Dann Figuren ausstechen, Reste erneut ausrollen und ebenfalls Figuren ausstechen. Lebkuchen-Plätzchen bei 175 Grad etwa zehn Minuten lang backen. Anschließend mit Zuckerguss Gesichter und Kleidung aufmalen. 

Lebkuchen ist wohl auch hier zu Lande das beliebteste Weihnachtsgebäck. Wer besonders kreativ ist, kann sich zusammen mit den Kleinen an ein Lebkuchenhaus wagen. Ein echtes Knusperhäuschen wie im Märchen wird verziert mit allerlei Leckerem wie Gummibärchen, Plätzchen und ganzen Nüssen. Das Haus wird mit Zuckerguss zusammen gehalten und als essbare Dekoration präsentiert. Aber Achtung vor kleinen Weihnachtsmäusen, die knabbern gerne mal hier und da ein Stückchen ab! 

Lebkuchenhaus für Weihnachtsmäuse 

Zutaten

  • 1 kg Mehl 
  • 500 g Honig
  • 250 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 50 g Kakao
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Wasser
  • je 2 Esslöffel Zimt Ceylon Canehl und Kardamom
  • 1-2 Esslöffel Nelkenpulver
  • 10 g Pottasche
  • 3-4 TL Lebkuchengewürz selbst gemacht: 35 g Zimt Ceylon Canehl, 9 g Nelken, 2 g Piment, 2 g Koriander, 2 g Ingwer, 1 g Kardamom und 1 g Muskatnuss 

Zubereitung

Der Teig sollte mindestens einen, besser zwei Tage vor dem Hausbau zubereitet werden. In einem Topf werden der Honig, der Zucker und die Butter bei kleiner Hitze erwärmt und müssen solange kacheln, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend werden das Kakaopulver und die Gewürze hinzugefügt und die Masse zum Abkühlen beiseite gestellt. Nun wird die Pottasche in dem Wasser aufgelöst und in einer Schüssel zusammen mit dem Mehl, den Eiern und der abgekühlten Honigmasse zu einem glatten Teig verknetet. Der Teig wird anschließend in Alufolie eingepackt im Kühlschrank gelagert. Bevor es weitergeht, werden zuerst Schablonen für die Hausteile angefertigt. Benötigt werden dabei die Vorder- und die Rückwand des Hauses, die beiden Seitenwände und die Dachflächen. Der Teig wird nun durchgeknetet und etwa einen halben Zentimeter dick ausgerollt. Aus der Teigplatte werden mit einem scharfen Messer dann die einzelnen Hausteile sowie die Bodenplatte ausgeschnitten.

Die Teigstücke werden auf mit Backpapier belegte oder eingefettete Backbleche gelegt und hintereinander bei 200 Grad auf der mittleren Schiene gebacken. Die Bauteile sind nach etwa 15 Minuten fertig. Die gebackenen Bauteile müssen nun auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

Nun wird der Zuckerguss hergestellt, der als Klebstoff und zur Verzierung verwendet wird. Für den Zuckerguss werden fünf Eiweiß steifgeschlagen und mit 250g Puderzucker verrührt. Ein Teil des Zuckergusses wird in einen Spritzbeutel gefüllt, der Rest wird in einem luftdichten Behälter aufbewahrt, damit er nicht austrocknet.

Aufbau der Häuschen

Es wird zuerst eine Kante der vorderen Hauswand dick mit Zuckerguss bestrichen und eine Seitenwand wird daran festgeklebt. Wenn der Guss etwas angetrocknet ist, werden auch die zweite Seitenwand und die Rückwand angeklebt. Wenn der Guss getrocknet ist, wird das Haus mit viel Zuckerguss auf die Bodenplatte geklebt und muss danach über Nacht trocknen.

Am nächsten Tag wird erst eine Dachhälfte, dann die andere Dachhälfte angeklebt. Dabei sollten die Dachhälften immer so lange festgehalten werden, bis sie nicht mehr verrutschen.

Nun kann das Lebkuchenhaus verziert werden. Hierzu kann mit weißem oder mit eingefärbtem Zuckerguss gearbeitet werden, genauso können aber auch beispielsweise Lakritzstangen, Bonbons, Schokoladenplätzchen, Nüsse und Mandeln, kandierte Früchte oder bunte Streusel aufgeklebt werden. Puderzucker sorgt für die winterliche Schneeoptik.

Spekulatius – Knabbergebäck für die Adventszeit

Ein weiteres begehrtes Weihnachtsgebäck ist Spekulatius. In Belgien und den Niederlanden werden die würzigen Plätzchen zwölf Monate im Jahr verzehrt. In Deutschland sind sie jedoch ein typisches Weihnachtsgebäck, das auf keinem Nikolausteller fehlen darf.

Was Spekulatius so besonders macht, sind seine verschiedenen Motive, die vor dem Backen mit hölzernen oder metallenen Formen aufgebracht werden. Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte. Die drei typischen Spekulatius-Gewürze sind Zimt, Kardamom und Nelken.

Wussten Sie schon? Spekulatius ist auch in Indonesien ein bekanntes Gebäck. Es hat sich bis heute in der ehemaligen niederländischen Kolonie etabliert und wird ebenfalls ganzjährig verzehrt.

Mandel-Spekulatius aus den Niederlanden

Zutaten

  • 250 g Butter (kalt, in Flöckchen)
  • 300 g Zucker
  • 100 g Marzipan-Rohmasse, zerpflückt
  • 1 Ei
  • 2 TL Zimt Ceylon Canehl
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1 Messerspitze Nelken
  • 500 g Mehl
  • 100 g Mandelblätter
  • 1 Messerspitze Muskat
  • 1 Messerspitze Salz Fleur de Sel

Zubereitung 

Butter, Zucker und Marzipan verkneten (mit der Hand oder den Knethaken des Rührgeräts). Ei und Gewürze darunter mischen, zuletzt das Mehl darunter kneten. Teig 1 – 2 Stunden, zu einem flachen Quader geformt und in Pergamentpapier gewickelt, in den Kühlschrank stellen.
Auf leicht bemehlter Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen, Formen ausstechen (oder Teig in ausgemehlte Modeln drücken, Kanten abschneiden und Figuren durch kräftiges Schlagen herauslösen). Blech mit Backpapier auslegen und gleichmäßig mit Mandelblättchen bestreuen. Plätzchen drauflegen, bei 180 Grad ca. 10 – 12 min. backen. In gut verschlossener Dose lange haltbar!

Los geht’s mit der Weihnachtsbäckerei! 

Mit unseren fünf winter-warmen Lieblingsrezepten lohnt sich jedes Backen. Wir wünschen Ihnen damit ein gutes Gelingen und eine besinnliche Vorweihnachtszeit!